Neuer Termin & buntes Programm: Bernau feiert CSD am 26. September

Motto: „Mehr Glitzer, weniger Hass. L(i)eb doch, wie du willst“

Bernau bei Berlin, 9. September 2026 – Nach der hitzebedingten Verschiebung im Juni steht der neue Termin für den Christopher Street Day (CSD) in Bernau fest: Am Samstag, den 26. September 2026, setzt der CSD gemeinsam mit zahlreichen solidarischen Menschen ein kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Wer an diesem Tag durch die Bernauer Innenstadt zieht, wird sichtbare Solidarität erleben: Bereits für den ersten CSD-Termin im Juni hatten zahlreiche lokale Geschäfte Flagge gezeigt – ein Bild der Unterstützung, das nun im Spätsommer erneut die Route säumen wird. Im Anschluss erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches After-Demo-Programm im Jugendtreff Dosto.

Unter dem Motto „Mehr Glitzer, weniger Hass. L(i)eb doch, wie du willst“ demonstriert die queere Community am 26. September in Bernau für rechtliche Gleichstellung, gesellschaftliche Akzeptanz und gegen die weltweit steigende Hasskriminalität. Die Demonstration startet um 12:00 Uhr am Bernauer Bahnhofsvorplatz und endet mit einer Vernetzungsveranstaltung am örtlichen Jugendclub „Dosto“.

  • Wann:Samstag, 26. September 2026, ab 12:00 Uhr
  • Startpunkt: Bahnhofsvorplatz Bernau 
  • Route: Bahnhofsvorplatz → Innenstadt (mit Reden & Zwischenstopps) → Jugendtreff Dosto
  • After-Demo-Programm:14:00 – ca. 17:00 Uhr im Jugendtreff Dosto (Breitscheidstraße 43C, 16321 Bernau)

Politische Demonstration für Menschenrechte und Schutzräume

Die diesjährigen Forderungen orientieren sich insbesondere an Fragen der Zugänglichkeit zu medizinischer Versorgung, dem Ausbau und Erhalt von Schutzräumen sowie einem klaren Plan gegen Queerfeindlichkeit und Hasskriminalität an Schulen, im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz und an allen anderen Orten, an denen queere Menschen am Leben teilhaben. Wie dringend notwendig diese Maßnahmen sind, belegen aktuelle Zahlen der Fachstelle „Andersartig“ für Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie Trans-, Inter- und queere Menschen: Im vergangenen Jahr wurden in Brandenburg insgesamt 589 queerfeindliche Vorfälle erfasst – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit rund 500 Fällen.

„Angriffe, wie das Attentat gegen den Berliner CSD und die steigende Hasskriminalität führen uns vor Augen, wie ernst die Lage ist. Unser CSD setzt hier ein klares Zeichen: Wir demonstrieren für Rechte, Schutzräume und Gleichstellung im Alltag. Sichtbarkeit und Solidarität sind für unsere Community überlebenswichtig – wir lassen uns nicht verdrängen und stehen füreinander ein.“

— Sprechperson des CSD-Organisationsteams Bernau

Bedrohte Schutzräume: Kürzungen treffen queere Jugendarbeit

Wie akut dabei die Infrastruktur für queere Menschen aktuell von politischer Seite unter Druck gerät, zeigt die drohende Schließung des bundesweiten queeren Jugendnetzwerks Lambda e.V., das auch in Brandenburg sehr aktiv ist. Dem Verband wurde zum Jahresende überraschend die Förderung aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gestrichen. 

„Wenn essenzielle Beratungs- und Schutzangebote – insbesondere bei drängenden Themen wie familiärer Gewalt oder psychischen Krisen – der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fallen, verliert die Community überlebenswichtige Rückzugsorte.“

— Sprechperson des CSD-Organisationsteams Bernau

Fahnenaktion „Für ein buntes Bernau“

Die Regenbogenfahnen-Aktion rund um den Bernauer CSD ist ein starkes Gemeinschaftsprojekt: Fahnen jeder Größe setzen ein unübersehbares Zeichen für Solidarität und schaffen breite Sichtbarkeit für die queere Community.

Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Initiativen, die sich beteiligen möchten, können in den Tagen rund um den CSD Flagge zeigen.

Bei Bedarf stellt das CSD-Orga-Team Regenbogenfahnen in verschiedenen Formaten kostenfrei zur Verfügung.

Einfach abholen: In der Tourist-Information Bernau (Bürgermeisterstraße 4, 16321 Bernau bei Berlin) liegt für Interessierte ein Kontingent an Handfahnen und kleinen Wimpelketten bereit.

Sie können alternativ auch das Orga-Team direkt ansprechen.

Kontakt für Rückfragen & Anfrage zu den Fahnen: E-Mail: oreanh@pfq-oenaqraohet.qr

Die Aktion soll auch in den kommenden Jahren den Bernauer CSD begleiten.

Das CSD-Team freut sich über alle, die sich daran beteiligen.

Kultur & Gemeinschaft: After-Demo-Programm im Jugendtreff Dosto

Im Anschluss an den Demonstrationszug setzt sich das Programm von 14:00 bis ca. 17:00 Uhr im Jugendtreff Dosto (Breitscheidstraße 43C) fort. In Kooperation mit dem Team von „Schöner leben ohne Nazis“ erwartet die Besucher*innen ein unterhaltsames Kulturprogramm, bestehend aus verschiedenen Programmpunkten. Nähere Infos dazu folgen. 

Und wer noch länger im Dosto bleiben möchte: 

Ab 18:00 Uhr läuft derFilm „Luisa“ im Rahmen des Filmfestivals „Willkommen zuhause“ –der erste deutsche Spielfilm, in dem eine Protagonistin mit Behinderung eine Geschichte über Selbstbestimmung, den Umgang mit Grenzverletzungen und das Durchbrechen von Schweigen in Wohneinrichtungen erzählt. Ein wegweisendes Beispiel für inklusives Filmemachen. (Eintritt kostenlos)

Pressekontakt 

CSD Orga-Bündnis Bernau

E-Mail: oreanh@pfq-oenaqraohet.qr

Presse-Ansprechpartner*innen:

  • bis zum 25.09: Martin Günther, Mobil: 0162 3758685
  • Am 26.09 auf der CSD-Demo: Barbara Brecht-Hadraschek, Mobil: 01517 5039285
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